Das Internat in Peru bietet Jungen bis zum Alter von 18 Jahren ein sicheres Zuhause, in dem sie betreut, gefördert und auf ihren weiteren Lebensweg vorbereitet werden. Seit dem Jahr 2009 gibt es zudem ein Internat für Mädchen. Geleitet wird das Internat seit über 35 Jahren von Schwester Rebecca, die mit außergewöhnlichem Engagement und großer Tatkraft die Entwicklung der Einrichtung geprägt hat. Ihr Einsatz geht dabei weit über die tägliche Betreuung der Kinder und Jugendlichen hinaus.
Ein wichtiger Bestandteil des Internats ist die weitgehende Selbstversorgung. Dazu gehören ein landwirtschaftlicher Betrieb einen sogenannten ACU-Hof (Asociación Caminemos Unidos). Diese Einrichtung umfasst unter anderem eine Saftproduktion, eine Schneiderei sowie weitere landwirtschaftliche und handwerkliche Bereiche. mit Tierhaltung sowie der Anbau von Getreide, Wein und Gemüse. Ergänzt wird dies durch eine eigene Bäckerei und weitere Projekte, die nicht nur der Versorgung dienen, sondern auch den Kindern und Jugendlichen praktische Fähigkeiten vermitteln soll. Neben der Unterstützung der Eigenfinanzierung dient der Hof vor allem als wichtige Ausbildungsstätte für die Kinder und Jugendlichen. Auch ein kleiner Weinberg mit Tafeltrauben gehört zum Internat. Die Ernte wird sowohl für den Eigenbedarf genutzt als auch teilweise verkauft. Gleichzeitig steht der Hof auch der lokalen Bevölkerung offen und stärkt so die Gemeinschaft vor Ort.
Die Region wurde im Jahr 2017 stark vom Klimaphänomen „El Niño“ getroffen. Heftige Regenfälle führten zu Überschwemmungen und großen Schäden an Infrastruktur und Gebäuden. In dieser schwierigen Zeit zeigte sich erneut das große Engagement von Schwester Rebecca, die aktiv Hilfe organisierte und unter anderem Lebensmittel für betroffene Familien bereitstellte.
Das Internat ist damit weit mehr als nur ein Wohnort: Es ist ein Ort des Lernens, der Gemeinschaft und der Zukunftsperspektiven.
