1970 wurde das peruanische Andendorf Chiquian durch ein schweres Erdbeben stark zerstört. Der dort tätige Pfarrer Paul Fink organisierte Hilfe und entwickelte gemeinsam mit einer deutschen Familie die Idee, durch den Verkauf von in Chiquian hergestellten Wollwaren in Deutschland eine nachhaltige „Hilfe zur Selbsthilfe“ aufzubauen. Dafür wurden Schafe und Alpakas angeschafft, ein Verein zur Wollverarbeitung gegründet und Maschinen aus Deutschland bereitgestellt. Über 30 Jahre hinweg wurden die Produkte erfolgreich in Vaterstetten und anderen Orten verkauft.
Paul Fink, ursprünglich aus Südtirol, war seit den 1970er Jahren als Missionar in Peru tätig und setzte sich intensiv für soziale Projekte ein, unter anderem für Kinderheime und kirchliche Einrichtungen. Aufgrund politischer Bedrohungen floh er später nach Ecuador, wo er weitere Hilfsprojekte gründete. Er starb 2008 in seiner Heimat.
Mit der Zeit wuchsen die organisatorischen Anforderungen der Hilfsaktionen, sodass 1993 in Vaterstetten ein Verein gegründet wurde, um die Arbeit in Deutschland strukturiert fortzuführen und weiterhin soziale Projekte in Lateinamerika zu unterstützen. Durch Aktivitäten wie Flohmärkte, Schafkopfturniere und weitere Aktionen sammelt der Verein in Vaterstetten gezielt Spenden, die den Projekten in Lateinamerika zugutekommen. Bis heute ist das Vereinsleben aktiv und engagiert in der Organisation dieser Veranstaltungen.
